
Du hast deinen Roman fertiggeschrieben – Glückwunsch! 🎉 Das ist ein riesiger Schritt. Viele Autor:innen bleiben aber genau hier stecken: bei der Überarbeitung des Manuskripts. Vielleicht fragst du dich: Wo soll ich anfangen? Oder du hast Angst, dich zu verzetteln und am Ende mehr Chaos als Klarheit zu schaffen.
Keine Sorge: Mit einem klaren Plan geht die Überarbeitung deines Buches viel leichter. In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Manuskript so überarbeitest, dass es lesbar, spannend und professionell wird – auch ohne teures Lektorat.
1. Abstand gewinnen
Dein Roman ist fertig – Glückwunsch! Doch bevor du dich gleich wieder in den Text stürzt, gönn dir eine Pause. Mit etwas Abstand erkennst du viel leichter, wo dein Manuskript noch Fehler aufweist. Lies in der Zwischenzeit ein anderes Buch, schreibe deine nächsten Romanideen nieder oder mache dir Gedanken um das Marketing. Wichtig! Lass den Text mindestens 3 Wochen liegen. So siehst du beim nächsten Lesen klarer.
2. Prüfe zuerst große Strukturen
Bevor du an einzelnen Sätzen feilst, schau dir das große Ganze an. Passt die Handlung? Entwickeln sich deine Figuren logisch? Gibt es Szenen, die zwar schön geschrieben sind, aber die Geschichte gar nicht voranbringen?
Fragen, die dir helfen, dein Buch systematisch zu überarbeiten:
- Ist der Anfang spannend genug, um Leser:innen hineinzuziehen?
- Gibt es einen klaren roten Faden?
- Verändert sich deine Hauptfigur im Laufe der Geschichte?
3. Stil & Sprache optimieren
Jetzt geht’s an den Feinschliff. Hier machst du aus einem soliden Gerüst eine richtig gute Geschichte. Streiche überflüssige Wörter („irgendwie“, „ganz schön“, „total“), achte auf Abwechslung bei den Satzlängen und überprüfe, ob du eher „erzählst“ oder „zeigst“.
Ein Beispiel:
❌ „Sie war traurig.“
✅ „Tränen liefen ihr über das Gesicht, während sie versuchte, ihre Stimme unter Kontrolle zu halten.“
Das zweite Beispiel zeigt den Gefühlszustand – und wirkt viel lebendiger.
4. Dialoge & Figuren überprüfen
Deine Figuren sollen echt wirken – nicht wie Pappfiguren. Lies deine Dialoge laut vor: Klingen sie so, wie Menschen wirklich sprechen? Oder klingt es eher wie ein Schulaufsatz? Jede Figur sollte eine eigene Art zu reden haben – der mürrische Nachbar klingt anders als die beste Freundin.
👉 Tipp: Streiche alles Überflüssige in Dialogen. Figuren müssen nicht „Hallo, wie geht’s?“ sagen, bevor die Handlung weitergeht. Direkt rein ins Wesentliche macht Gespräche lebendiger.
5. Detailarbeit & Korrektur vorbereiten
Zum Schluss kommt die Fleißarbeit. Rechtschreibung, Kommata und Tippfehler fallen jetzt ins Auge. Lies dein Manuskript langsam durch oder sogar laut – du wirst staunen, wie viele kleine Stolperstellen du entdeckst. Hilfreich ist auch, eine Liste mit deinen typischen Fehlern zu haben (z. B. falsche Kommata oder Wörter, die du oft vertauschst).
Wenn du diesen letzten Schritt ernst nimmst, wirkt dein Manuskript sofort professioneller.
Fazit: Dein Weg zu einem starken Manuskript
Dein Manuskript zu überarbeiten muss kein unendliches Chaos sein. Mit ein bisschen Abstand, einem klaren Blick auf Struktur, einer Portion Sprach-Feinschliff und einer sauberen Korrektur kannst du dein Buch so weit bringen, dass es deine Leser:innen begeistert – auch ohne umpfangreiches Lektorat.
Workbook-Empfehlung: Die Kunst der Überarbeitung
Wenn du dir einen kompletten Fahrplan wünschst – mit Checklisten, Beispielen, Vorlagen und einer Liste typischer Rechtschreibfehler – dann habe ich etwas für dich: mein Workbook „Die Kunst der Überarbeitung“.
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